Island

März 13, 2020

Island war für mich schon immer eine Traumdestination. Anfangs Februar 2020 war es endlich soweit! Ich reiste gemeinsam mit meinem Mann Pascal für sechs Tage (Donnerstag bis Mittwoch) nach Island. Und ja, es ist definitiv eine Insel, die ich so schnell wie möglich wieder besuchen möchte. Die Landschaft war so umwerfend, dass mich ihr Anblick sogar mehrmals am Tag absolut sprachlos machte. Diejenigen, die mich kennen, wissen: das passiert nicht so schnell … Natürlich habe ich die Reise mit meiner Kamera auf Bildern verewigt, doch ich möchte auch noch schriftlich festhalten, was wir alles erlebt haben. Vielleicht träumst du ja auch davon, eines Tages dorthin zu reisen. Dann freu dich auf einen ehrlichen Reiserückblick auf ein paar praktische Tipps!

Bevor ich weiter von den Traumlandschaften schwärme: Starten wir von vorne mit der Ankunft. Wir landeten abends bei Sonnenuntergang am Keflavík Airport. Da Island ziemlich im Norden liegt, dauerten die Sonnenstunden während unserem Aufenthalt (Februar) von 9.30-17.30 Uhr. Der Direktflug von Zürich nach Keflavík kostete uns übrigens CHF 400.– pro Person. Vom Flughafen her fuhren wir dann noch fünf Stunden mit dem Auto Richtung Südosten. Mein Tipp: Miete unbedingt einen Mietwagen. Wir haben für sechs Tage CHF 400.– bezahlt und es hat sich total gelohnt!

Polarlichter

Da wir zur Polarlichterzeit auf der Insel waren, haben wir auf unserem Handy gleich zu Beginn eine App installiert: Northern Lights Aurora Alerts. Schon am ersten Abend hatten wir unglaublich Glück und durften für kurze Zeit die Polarlichter bestaunen. Ich habe glaub’s noch nie so etwas Schönes gesehen! Was ich vorher gar nicht gewusst habe: Oft sind die Polarlichter eher gräulich und erst auf der Kamera erscheinen sie grünlich – auf jeden Fall ein ganz spezielles Phänomen.

Fosshotel Glacier Lagoon

Die ersten zwei Nächte verbrachten wir im Fosshotel (Doppelzimmer pro Nacht CHF 120.–). Es war ein super stylisches Hotel. Nur das Restaurant war ein bisschen teuer. Hierzu ein wichtiger Hinweis: Sei dir bewusst, dass es auf der ganzen Insel nur wenige Einkaufmöglichkeiten gibt.

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Diamond Beach

Am ersten Tag machten wir uns auf zum Diamond Beach, der nur etwa eine 20-minütige Autofahrt von unserem Hotel entfernt war. Schwarzer Sandstrand mit angespülten Eisbergen – was für ein aussergewöhnlicher Ort.

Auf der Rückfahrt zum Hotel hielten wir bei verschiedenen Gletscher-Aussichts-Plattformen an und wanderten ein wenig durch die wunderschöne Natur. Das Wetter war an diesem Tag nicht ganz so gut, weshalb die Sicht auch nicht optimal war. Aber es war schon gewaltig, einen Gletscher einmal von nahem zu betrachten können!

Kirche Hof

Weiter begaben wir uns dann nach Hof. Dort bewunderten wir eine Kirche, die komplett mit Moos zugedeckt ist. Danach ging es für uns noch zum Fjaðrárgljúfur, einem berühmten Canyon. Speziell ist, dass man von oben herab über die ganze Schlucht blicken kann – eigentlich. Da zu dieser Zeit alles vereist war und wir keine Steigeisen hatten, war die sonst spektakuläre Felsschlucht für uns leider nicht wirklich zugänglich. Echt schade!

Eldhraun

Am Tag zwei brachen wir nach Vík auf. Wir genossen die Landschaft und machten unterwegs immer wieder Halt. Unter anderem kamen wir bei den bekannten Moosfeldern Eldhraun vorbei.

Hjörleifshöfoi

Weiter gegen Süden – kurz vor Vík – bogen wir links ab und steuerten Richtung Strand zu einem grossen Felsen. Auch hier wurden wir erneut von der wunderschönen Landschaft überrascht (drei Tage später waren wir nochmals am selben Ort, dieses Mal mit Schnee).

Reynisfjara

Danach ging es zur berühmten Reynisfjara Felswand. Es war etwas merkwürdig, ständig das Gefühl zu haben, allein auf der Insel zu sein, und dann an diesem beliebten Ort plötzlich von Touristenbussen und Mietwagen überrannt zu werden. Pascal gefiel dieser Ort viel besser als mir. Das Meer und seine enorme Wucht zu sehen, hat mich aber trotzdem sehr beindruckt. Die hohen Wellen peitschten gegen die Felsen. Ich fand es ziemlich gefährlich, denn das Wasser kam derat nahe, dass viele Touristen (sogar mit Kindern) unfreiwillig nass wurden. Zum Glück ist nichts passiert!

Dyrhólaey

Rock Arch

Und dann ging es für uns zu unserem persönlichen Highlight unserer Islandreise: Der Dyrhólaey Rock Arch, bei dem man eine gigantische 360-Grad-Umsicht hat, bescherte uns definitiv den schönsten Ausblick über Island. Mich überwältigte das Zusammenspiel der Farben: Das weisse, schaumige Wasser traf auf den schwarzen Sand, unterschiedlichste Brauntöne bedeckten das Land und die vereisten Bergen verzierten den Hintergrund. Zum Glück entschieden wir uns dafür, noch an diesem Tag dahinzugehen, denn bereits am nächsten Tag schneite es, weshalb der Aussichtspunkt geschlossen wurde.

Übernachtung

Für die nächsten drei Nächte haben wir in einem kleinen Airbnb-Häuschen gewohnt. Kann es nur weiterempfehlen!

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Flugzeugwrack

Am dritten Tag ging es für uns am Morgen früh zum berühmten Flugzeugwrack. Wir erwischten den ersten Shuttle (pro Person CHF 20.–) und ja, wir waren fast allein. Falls du im Frühjahr oder Sommer dorthin gehen möchtest, kannst du auch frühmorgens zu Fuss los (ein Weg dauert etwa 45 Minuten).

Gullfoss

Am Nachmittag fuhren wir dem schönen Wetter entgegen und schauten uns den Gullfoss an. Ehrlich gesagt habe ich noch nie so fest im Gesicht gefroren! Aber auch hier hat sich der Ausflug definitiv gelohnt. Das Coole ist, in Island sind eigentlich fast alle Sehenswürdigkeiten kostenlos. Nur für den Parkplatz muss man manchmal bezahlen. Ganz in der Nähe des Wasserfalls kamen wir an einem Geysirfeld vorbei. Auch das muss man in Island einfach gesehen haben!

Tag vier: Wir schliefen schön aus und genossen einfach mal die Ruhe. Zusätzlich nutzten wir die Zeit für ein paar Arbeitsstunden am Laptop. Gegen Abend düsten wir nochmals zum Strand mit dem Ziel, uns den Sonnenuntergang anzusehen. Da das Wetter sehr schnell wechseln kann, haben am Strand wir dann einfach ein paar Fotos von uns gemacht :D. In der Nacht hiess es nochmals: Polarlichtersuche. Wir warteten gespannt. Nach nur etwa 30 Minuten sahen wir zum zweiten Mal dieses crazy Naturspektakel. Genial!

Pingvellir

Für Tag fünf hat Pascal uns eine tolle Route durch den Pingvellir Nationalpark rausgesucht. Das Wetter war perfekt. Auf unserer langen Autofahrt Richtung Reykjavík hielten wir an schönen Orten an und machten Fotos.

Leuchtturm

Vor Reykjavík in fiel uns ein süsser Leuchtturm auf, auf den man hochsteigen konnte. Wir durften sogar bis ganz nach oben! Danach liefen wir ein bisschen in der Stadt Reykjavík herum. Mir persönlich haben zwei Stunden gereicht. Ich bin aber auch mehr Naturmensch als Stadtmensch.

Fazit

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